Hyères und die Orangenbäume

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"Iero, amoundaut, verdo e flourido / Coume un jardin dis Esperido / Iero fugis, emé si coutau adrechous / E sis arange e si miougrano..."
"Hyères, da oben, grün und mit vielen Blumen / wie der Garten der Hesperiden / Hyères, Frucht, mit seiner nach Süden ausgerichteten Küste / mit Orangen und Granatäpfeln..."

Wir befinden uns im Jahr 1867 und Frédéric Mistral erwähnt das erste Mal in seinen Versen eine Stadt, die voller Orangenbäume ist. Der wahre Name der Stadt könnte demnach auch 'Hyères-les-Orangers' (Stadt der Orangenbäume) lauten.

 

Es ist verboten, in der Innenstadt von Hyères Orangen einzusammeln.

Orangen im Winter

Seit dem 14. Jahrhundert werden die Zitrusfrüchte in der Provence angebaut. Hyères war schon damals für sein mildes und sonnenverwöhntes Klima bekannt. Orangen, Orangenblüten und Zitronen, damals in den Gärten oder in den Hügeln der Umgebung zu finden, wurden noch vor der Reife gepflückt, um sie unversehrt über Schotterstraßen von Giens aus nach ganz Frankreich zu transportieren. Kalte Winter, die Palmenkultur und die Konkurrenz aus Spanien verdrängte die Orange gegen 1840. Aber die Orangenbäume haben viele Reisende und Schriftsteller beeindruckt, die von den vielen Orangen mitten im Winter begeistert waren (Diane de Vichy, Schopenhauer, Millin...)

 

Auch heute noch sieht man bei einem Spaziergang durch die Stadt viele Orangenbäume. Diese einfache Frucht ruft uns den angenehmen Sommer ins Gedächtnis und erinnert daran, dass der Winter niemals ewig dauert.

 

Hyères im Winter
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